Europäische Fonds für Regionalentwicklung - EFRE
- Ziel des Programms
- Inhalt des Programms
- Die Teilnahmeberechtigten
- Finanzielle Unterstützung und Dauer
- Adressen, Ansprechpartner, Links, Formulare...
Ziel des Programms
Der europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) soll der Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhaltes in der Union dienen. Zu diesem Zweck finanziert die EU aus dem Regionalfonds gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Maßnahmen zur Regionalentwicklung. Fördermittel daraus stehen immer nur in Programmen der Mitgliedsländer, also nicht direkt von der EU, für Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen zur Verfügung.Der EFRE bezieht dabei die Prioritäten der Gemeinschaft ein, insbesondere der Notwendigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu stärken, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen und ein umweltverträgliches Wachstum zu fördern.
Inhalt des Programms
Der Europäische Regionalfonds (EFRE) ist das Finanzinstrument, mit dem die Europäische Union die wirtschaftliche Entwicklung in den ärmeren Regionen unterstützt und durch konkrete Maßnahmen den Ausgleich der Ungleichgewichte zwischen den Regionen umzusetzen sucht.Der EFRE finanziert Projekte in den Bereichen:
- Produktive Investitionen
- Investitionen in Infrastrukturen
- Unterstützung von Initiativen, die die regionale und lokale Wirtschaft fördern: Ausbau von Finanzierungsinstrumenten wie Risikokapital, Darlehens- und Garantiefonds für die KMU
- Technische Hilfe
Konvergenz
Im Rahmen des Ziels Konvergenz konzentriert der EFRE seine Unterstützung auf eine nachhaltige integrierte, regionale und lokale Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung, indem es auf Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaftsstrukturen und der Schaffung und Erhaltung dauerhafter Arbeitsplätze abzielt. Hierzu sind in erster Linie die nachstehenden Prioritäten zu verfolgen, wobei die Wahl des jeweiligen politischen Instrumentariums von den jeweiligen Gegebenheiten in den Mitgliedstaaten abhängt:- Forschung und technologische Entwicklung (FTE), Innovation und Unternehmergeist
- Stärkung der regionalen FTE-Kapazitäten sowie ihre Integration in den Europäischen Forschungsraum einschließlich der Infrastrukturen
- Unterstützung der FTE, vor allem in KMU, und des Technologietransfers
- Verbesserung der Verbindungen zwischen den KMU, Einrichtungen im Bereich der tertiären Bildung, den Forschungseinrichtungen und den Forschungs- und Technologiezentren
- Entwicklung von Unternehmensnetzwerken
- öffentlich-private Partnerschaften und Cluster
- Unterstützung der Bereitstellung von Unternehmens- und Technologiedienstleistungen für Gruppen von KMU
- Förderung der unternehmerischen Initiative und Schaffung von Finanzierungsquellen für Innovationen in KMU durch Finanzierungsinstrumente
- Informationsgesellschaft
- Ausbau der elektronischen Kommunikationsinfrastruktur, Entwicklung lokaler Inhalte, Dienste und Anwendungen
- Entwicklung von Online-Diensten für die Öffentlichkeit und Verbesserung des sicheren Zugangs zu diesen
- Unterstützung und Dienstleistungen für KMU im Hinblick auf die Einführung und effiziente Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) oder die Nutzung neuer Ideen
- lokale Entwicklungsinitiativen und Unterstützung von Strukturen für lokale Dienstleistungseinrichtungen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze
- Umwelt
- Investitionen im Zusammenhang mit Wasserversorgung und Wasser- und Abfallbewirtschaftung, Abwasserbehandlung und Luftqualität
- Vermeidung, Verminderung und Bekämpfung der Wüstenbildung
- Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- Hilfen zur Abschwächung der Auswirkungen von Klimaveränderungen
- Wiederherstellung des physischen Umfelds, darunter Sanierung von verschmutzten Geländen und Flächen und Neuerschließung von brachliegenden Flächen; Förderung der Artenvielfalt und des Naturschutzes einschließlich Investitionen in „NATURA 2000“-Gebiete
- Unterstützung für KMU im Hinblick auf die Förderung von Plänen zur nachhaltigen Produktion durch Einführung kosteneffektiver Umweltmanagementsysteme und durch die Einführung und Nutzung von Technologien zur Verschmutzungsvermeidung
- Risikoverhütung
- Ausarbeitung und Durchführung von Plänen zur Vermeidung und Bewältigung von naturbedingten und technologischen Risiken
- Tourismus
- Förderung des natürlichen Reichtums als Potenzial für einen nachhaltigen Tourismus
- Schutz und Aufwertung des Naturerbes zur Förderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung
- Unterstützung zur Verbesserung des touristischen Angebots durch neue Dienstleistungen mit höherem Mehrwert und Förderung neuer, nachhaltigerer Tourismusmodelle
- Investitionen in den Kulturbereich
- Schutz, Förderung und Erhaltung des Kulturerbes
- Ausbau der kulturellen Infrastruktur zur Förderung der sozioökonomischen Entwicklung
- Förderung eines nachhaltigen Tourismus
- Steigerung der Attraktivität der Regionen sowie Hilfen zur Verbesserung des kulturellen Angebots durch neue Dienstleistungen mit höherem Mehrwert
- Investitionen im Verkehrsbereich
- Ausbau der transeuropäischen Netze und der Verbindungen zu den transeuropäischen Verkehrsnetzen (TEN-V)
- Integrierte Strategien zur Förderung eines umweltverträglichen Verkehrs, die zur Verbesserung der Qualität der Beförderungsleistungen im Personen- und Güterverkehr und des Zugangs zu diesen, zu einem ausgewogeneren Verhältnis zwischen den Verkehrsträgern, zur Förderung von Systemen des kombinierten Verkehrs und zur Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt beitragen
- Investitionen im Energiesektor
- Ausbau der transeuropäischen Netze, die zur Verbesserung der Versorgungssicherheit beitragen
- Einbeziehung der Umweltbelange
- Verbesserung der Energieeffizienz und Entwicklung erneuerbarer Energien
- Investitionen im Bereich der Bildung
- Investitionen in die berufliche Bildung, die zur Steigerung der Attraktivität und der Lebensqualität beitragen
- Investitionen in das Gesundheitswesen und in die soziale Infrastruktur, die zur regionalen und lokalen Entwicklung beitragen und die Lebensqualität erhöhen
Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung
Im Rahmen des Ziels Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung konzentriert der EFRE seine Unterstützung im Rahmen von Strategien zur nachhaltigen Entwicklung, unter Berücksichtigung der Förderung der Beschäftigung,- Innovation und wissensbasierte Wirtschaft, auch durch den Auf- und Ausbau von effizienten regionalen Innovativwirtschaften, systemischen Kontakten zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor, Universitäten und Technologiezentren, die den lokalen Bedürfnissen Rechnung tragen, insbesondere:
- Ausbau regionaler FTE- und Innovationskapazitäten, die unmittelbar mit den Zielen der regionalen Wirtschaftsentwicklung zusammenhängen, durch Förderung branchen- oder technologiespezifischer Kompetenzzentren, durch Unterstützung der wirtschaftsbezogenen FTE, der KMU und des Technologietransfers
- durch die Entwicklung der Technologievorausschau und des internationalen Benchmarking von Maßnahmen zur Innovationsförderung und durch Unterstützung der Zusammenarbeit von Unternehmen und von gemeinsamen Projekten im Bereich FTE und Innovation
- Förderung der Innovationstätigkeit und der unternehmerischen Initiative in allen Sektoren der regionalen und lokalen Wirtschaft durch Unterstützung der Einführung neuer oder verbesserter Erzeugnisse, Prozesse und Dienstleistungen am Markt durch KMU, durch Unterstützung von Unternehmensnetzwerken und Clustern, durch die Verbesserung des Zugangs der KMU zu Finanzierungsmöglichkeiten, durch Unterstützung von Kooperationsnetzwerken zwischen Unternehmen und geeigneten Einrichtungen des Bereichs der tertiären Bildung und Forschungsinstituten, durch Erleichterung des Zugangs der KMU zu Unternehmensdienstleistungen und durch Unterstützung der Einführung umweltverträglicherer und innovativer Technologien in KMU
- Förderung der unternehmerischen Initiative insbesondere durch Erleichterung der wirtschaftlichen Nutzung neuer Ideen und die Schaffung von Anreizen für die Gründung neuer Unternehmen unter Mitwirkung von geeigneten Einrichtungen des Bereichs der tertiären Bildung und Forschungsinstituten sowie bestehenden Unternehmen
- Schaffung von Finanzierungsinstrumenten und Gründerzentren zur Förderung der FTE-Kapazitäten der KMU und zur Förderung der unternehmerischen Initiative und neuer Unternehmensgründungen, speziell von KMU, die wissensintensive Technologien ausgiebig nutzen
- Umwelt und Risikovermeidung, insbesondere:
- Förderung von Investitionen zur Wiederherstellung des physischen Umfelds, insbesondere von verschmutzten, verödeten und brachliegenden Geländen und Flächen
- Förderung der Entwicklung der Infrastruktur im Zusammenhang mit der Artenvielfalt und den Investitionen in NATURA-2000-Gebiete, sofern dies zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und/oder zur Diversifizierung der ländlichen Gebiete beiträgt
- Anreize für Energieeffizienz und für die Erzeugung erneuerbarer Energien und die Entwicklung effizienter Energiemanagementsysteme
- Förderung eines umweltverträglichen und nachhaltigen öffentlichen Personenverkehrs, insbesondere in städtischen Gebieten
- Entwicklung von Plänen und Maßnahmen zur Vermeidung und Bewältigung von naturbedingten Risiken (z. B. Wüstenbildung, Dürren, Brände und Überschwemmungen) und technologischen Risiken
- Schutz und Aufwertung des Naturerbes und des kulturellen Erbes zur Unterstützung der sozioökonomischen Weiterentwicklung und Förderung des natürlichen und kulturellen Reichtums als Potenzial für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus
- Zugang zu Verkehrs- und Telekommunikationsdiensten von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse, insbesondere:
- Ausbau der sekundären Verkehrsnetze durch Verbesserung der Verbindungen zu den transeuropäischen Verkehrsnetzen (TEN-V), zu regionalen Eisenbahnknotenpunkten, Flughäfen und Häfen oder zu multimodalen Plattformen, durch die Sicherstellung von Radialverbindungen zu den großen Eisenbahnlinien und durch die Förderung der regionalen und lokalen Binnenwasserwege und des Kurzstreckenseeverkehrs
- Förderung des Zugangs von KMU zu IKT und der Einführung und des effizienten Einsatzes von IKT in KMU durch Unterstützung des Zugangs zu den Netzen, die Einrichtung von öffentlichen Internet-Zugangsstellen, die Bereitstellung von Ausrüstungen und Entwicklung von Diensten und Anwendungen, wozu auch die Erstellung von Aktionsplänen für sehr kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe gehört
Europäische territoriale Zusammenarbeit
Im Rahmen des Ziels Europäische territoriale Zusammenarbeit konzentriert der EFRE seine Unterstützung auf die folgenden Prioritäten:- Entwicklung von grenzübergreifenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Tätigkeiten durch gemeinsame Strategien für eine nachhaltige territoriale Entwicklung, in erster Linie durch:
- Förderung der unternehmerischen Initiative und insbesondere der Entwicklung der KMU, des Fremdenverkehrs, kultureller Tätigkeiten und des grenzüberschreitenden Handels
- Förderung und Verbesserung des gemeinsamen Schutzes und der Bewirtschaftung der natürlichen und kulturellen Ressourcen sowie der Vermeidung von naturbedingten und technologischen Risiken
- Stärkung der Verbindungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten
- Verringerung der Isolation durch einen besseren Zugang zu Verkehrs-, Informations- und Kommunikationsnetzen und -diensten sowie zu grenzübergreifenden Wasser-, Abfallentsorgungs- und Energiesystemen und entsprechenden Anlagen
- Ausbau der Zusammenarbeit, der Kapazitäten und der gemeinsamen Nutzung von Infrastrukturen insbesondere in Bereichen wie Gesundheit, Kultur, Tourismus und Bildung
- Begründung und Entwicklung der transnationalen Zusammenarbeit, einschließlich der bilateralen Zusammenarbeit zwischen maritimen Regionen, durch die Finanzierung von Netzwerken und Aktionen, die eine integrierte territoriale Entwicklung begünstigen, wobei in erster Linie folgende Prioritäten im Mittelpunkt stehen:
- Innovation:
Schaffung und Ausbau von Wissenschafts- und Technologienetzwerken und Aufwertung von regionalen FTE- und Innovationskapazitäten, sofern diese direkt zu einer ausgewogenen Entwicklung transnationaler Räume beitragen - Umwelt:
Wasserbewirtschaftung, Energieeffizienz, Maßnahmen im Bereich der Risikovermeidung und des Umweltschutzes, soweit diese Maßnahmen eine eindeutige transnationale Dimension haben - Zugänglichkeit:
Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Verkehrs- und Telekommunikationsdienstleistungen und der Qualität dieser Dienstleistungen, insbesondere auf transnationaler Ebene - nachhaltige Stadtentwicklung:
Förderung der polyzentrischen Entwicklung auf transnationaler, nationaler und regionaler Ebene mit eindeutig transnationaler Wirkung
- Innovation:
- Verstärkung der Wirksamkeit der Regionalpolitik durch Förderung
- der interregionalen Zusammenarbeit mit den Schwerpunkten Innovation und wissensbasierte Wirtschaft sowie Umwelt und Risikovermeidung
- des Erfahrungsaustauschs über die Ermittlung, Weitergabe und Verbreitung vorbildlicher Praktiken, unter anderem für nachhaltige Stadtentwicklung
- von Maßnahmen, die Studien, die Erhebung von Daten und die Beobachtung und Analyse von Entwicklungstendenzen in der Gemeinschaft betreffen
Die Teilnahmeberechtigten
Teilnahmeberechtigt sind- Unternehmen
- kleine und mittelstänische Unternehmen (KMU)
- kommunale Einrichtungen
- Landkreise
- freie Träger
- Verbände
- NRO
- Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen
Finanzielle Unterstützung und Dauer
Bezüglich der finanziellen Rahmenbedingungen hat der Europäische Rat für den Zeitraum 2007-2013 für die Regionalpolitik 307,6 Milliarden Euro bereitgestellt. 81,7% sind davon für Konvergenzregionen vorgesehen und 15,8% werden für Regionen, die in die Kategorie Wettbewerb und Beschäftigung fallen, bereitgestellt. Für die territoriale Zusammenarbeit sind 2,44% der Finanzmittel vorgesehen.Adressen, Ansprechpartner, Links, Formulare...
Die aktuellen Auschreibungen inklusive Ausschreibungsunerlagen finden Sie auf der Seite der Generaldirektion Regionalpolitik:Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt auch Auskunft über das Programm:
Mehr Infos, Links und aktuelle Neuigkeiten finden Sie auf den Seiten der EU unter:
Auf folgender Seite finden Sie weiterführende Links und Infos zum Thema:
Verordnung des Europäischen Parlamentes und des Rates zum Sozialfonds:
Dokumentationszentrum
Europäische Kommission
Generaldirektion Regionalpolitik
B-1049 Bruxelles/Brussel
Tel : +32 2 296 06 34
Fax : +32 2 296 60 03
Weitere Informationen über die Tätigkeiten der GD Regionalpolitik erhalten Sie unter folgender Adresse :
Herr Thierry DAMAN
GD Regionalpolitik/01 - Referat Information
CSM2 A01/200
B-1049 Bruxelles/Brussel
Fax : +32 2 296 60 03


